Geschichte

Unsere Geschichte beginnt im Jahre 1989. Hier führte die politische Wende auch zur Strukturänderungen in der Landwirtschaft Sachsens. Die LPG`en wurden aufgelöst. Ehemalige Mitglieder erhielten ihre Anteile zurück und wurden Wiedereinrichter in der Landwirtschaft.

Auch wir wagten den Sprung ins kalte Wasser und führen seit August 1990 den Bauernhof der Familie Hahn wieder als Familienbetrieb. Im Zuge der Vermögensauseinandersetzung erhielten wir das Grundstück der Agrargenossenschaft in der Wiesenstraße in Otterwisch. Dort begannen wir mit 40 Kühen unseren Milchviehbetrieb aufzubauen.

1999 vergrößerten wir unseren Betrieb und erwarben die Stallungen der Schweinezuchtanlage mit 80 Zuchtsauen. Unsere Kälber und das Jungvieh, welches bisher in unserem Dreiseitenhof im Dorf untergebracht war, konnte jetzt nach entsprechenden Umbaumaßnahmen in leichter zu bewirtschaftete Ställen umziehen. Im ungenutzten Sozialgebäude entstand nach grundlegender Veränderung im Jahr 2000 eine Schlachtung mit anschließender Verarbeitung und kleinem Hofladen.

 

Mutterkühe, Rinder- und Schweinemast

Über 23 Jahre produzierten unsere Milchkühe hochwertige Rohmilch. Doch nach dieser langen Zeit musste die Technik und die Gebäude erneuert werden, um einen reibungslosen Produktionsablauf und den notwendigen Kuhkomfort gewährleisten zu können. Große Investitionen standen an.
Der niedrige Milchpreis aber hielt uns davon ab.

Nicht nur im Kuhstall, auch in der Fleischerei und Schweinemast waren bauliche und technische Erweiterungen angesagt.

Schweren Herzens entschlossen wir uns, die Milchproduktion aufzugeben. Im Juli 2014 verließen unsere 160 Milchkühe den Betrieb, um dann den bayrischen Bauern die Tanks zu füllen.

Zum Schlachter ging es also noch lange nicht, hatten die Kühe doch die vielen Jahre gemeinsam mit uns gearbeitet und die wertvolle Milch gegeben.

Aber keine Angst, Kühe und Kälber gibt es noch genügend auf dem Hahn-Hof.
Nicht alle Kühe wurden verkauft. Mit einigen bauten wir eine solide Mutterkuhherde auf.

 

Die Kälbchen, welche jetzt geboren werden, bleiben bei ihren Müttern, saugen die Milch bis sie groß genug sind, um dann zu den anderen Jungrindern in die Gruppe zur Weitermast zu gehen.

Heute ist die Direktvermarktung somit unser wichtigstes Standbein.